Kamut-Knoten

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Das erste Bild zum Rezept habe ich auf Instagram gepostet und die Frage gestellt, wer Kamut kennt. Kaum einer hat je schon davon gehört. Dann mag ich euch ein bisschen was dazu erzählen.

Als ich mich vor ein paar Jahren noch rein vegan ernährt habe, hab ich viel Neues ausprobiert und viele neue Lebensmittel entdeckt. Dadurch kam ich auch immer wieder mit alten Getreidesorten oder Pseudogetreiden in Kontakt.

Kamut ist eine geschützte Handelsmarke einer amerikanischen Familie. Es garantiert, dass der Khorasanweizen nur unter ökologischen Bedingungen angebaut werden darf.
Das Korn dieses Weizens ist viel größer, als das des normalen Weizens. Es enthält ebenfalls Gluten, soll aber von Menschen mit einer glutenempfindlichkeit besser vertragen werden, da es nie durch Gentechnik oder Neuzüchtungen verändert wurde.
Durch seinen hohen Carotinoidanteil und vielen Mineralstoffen wie Zink, Phosphor und Magnesium, ist es auch sehr gesund. Es hat einen hohen Anteil an Ballaststoffen und enthält die Vitamine B1 und B3.
Der Geschmack von Kamut ist leicht nussig und etwas süßlich.

Hier habe ich schonmal eine alte Getreidesorte verwendet, das Gelbweizenmehl.
Leider kann ich nicht mehr sagen wo ich mein erstes Kamutmehl gekauft habe. In einem veganen Backbuch hatte ich ein Rezept für Hefezöpfe entdeckt, die ich für das Frühstück am nächsten Tag gebacken habe. Kaum aus dem Ofen gekommen, musste ich sie schon verteidigen, denn sie waren so lecker, dass wir sie fast direkt weggefuttert haben.

Seitdem habe ich dieses Mehl leider nicht mehr gefunden. Nur als ganzes Korn, doch leider habe ich keine Getreidemühle.
Als wir letztens im Urlaub waren, gab es direkt in der Nachbarschaft eine Mühle, die einen kleinen Bioladen hat und noch richtig selber Mehl mahlt. Und sie hatten Kamutmehl!

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Zuhause angekommen, habe ich direkt nach dem Rezept der Hefezöpfe gesucht. Und was soll ich sagen? Ich finde es nicht mehr! Toll. Aber, schließlich bin ich ja Foodbloggerin, also selber nachdenken war angesagt. Das Rezept von damals war vegan und so sollte es auch wieder werden. Und es hat funktioniert 🙂 Herausgekommen sind ein paar super leckere Kamutknoten, die einfach hervorragend zum Frühstück passen.

Der Teig ist ein bisschen ein gemütlicher. Er geht relativ langsam auf und so habe ich ihn über Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Tag frisch gebacken. Warm sind sie natürlich der Hit.

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Zutaten:

160 g Dinkelmehl
310 g Kamut-Vollkornmehl
80 g weiche vegane Butter
1 Prise Salz
40 g Zucker
1/2 Würfel Hefe
ca.250 ml Haferdrink + etwas zum bestreichen

Zubereitung:

Die Hefe in ein kleines Gefäß geben, mit 3 El warmen Wasser und dem Zucker verrühren und 10 Minuten gehen lassen.
Alle restlichen Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen. Dann das Hefegemisch zugeben und alles mindestens 10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
Der Teig ist recht kompakt und noch leicht klebrig.

Zu einer Kugel geformt, darf der Teig sich nun abgedeckt eine Stunde an einem warmen Ort ausruhen. Danach kann er über Nacht in den Kühlschrank.
Wollt ihr in gleich verarbeiten, würde ich ihn 2 Stunden gehen lassen.
Am nächsten Tag darf er nochmal eine halbe Stunde im warmen stehen.

Anschließend in gleiche Teile portionieren. Ich habe 9 Teile á 100 g heraus bekommen.
Diese zunächst zu einer Kugel formen und dann zu Strängen ausrollen. Jeden Strang zu einem Knoten formen. Mit etwas Haferdrink bepinseln.

Die Knoten auf ein Backblech geben und in den kalten Ofen stellen. Nun auf 200°C Heißluft oder Umluft schalten. So kann der Teig nochmal aufgehen.

Ist die gewünschte Temperatur erreicht, wird mit einer Blumenspritze Wasser in den Garraum gesprüht. Durch den erzeugten Dampf, geht der Teig beim backen noch besser auf. Die Teilchen backen etwa 15 Minuten.

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Das war nun mal ein Rezept, das vielleicht nicht so leicht nachzumachen ist, da man das Mehl nicht so einfach findet.
Vielleicht spornt es aber an, auch mal die Augen offen zu halten, neues auszuprobieren und auch mal wieder alte Sorten aufleben zu lassen.

Was ich übrigens relativ oft schon gesehen habe, sind Kamutnudeln. Die kann man ja auch mal versuchen.

Schreibt mit gerne, wenn ihr Erfahrung mit Kamut habt. Oder gibt es eurerseits andere alte Getreidesorten, die ich kennenlernen sollte?

 

2 Kommentare zu „Kamut-Knoten

  1. Hallo Antje, ich meine, daß ich früher, als mich meine Intoleranzen noch plagten, auch mal Kamut versuchte. Weiß aber auch nicht mehr woher ich den hatte. Wird man wohl nur noch direkt bei einer Mühle bekommen. Geschmeckt hat es auf jeden Fall.
    Schönen Tag und mach weiter so…

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