Müslibrötchen mit Gelbweizenmehl und ein Statement zum Umdenken bei Nahrungsmitteln

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Gelbweizenmehl? Kennt ihr das? Ehrlich gesagt habe ich es bis vor einer Woche auch noch nicht gekannt. Ich habe es in einem Supermarkt entdeckt, in dem es viele regionale Produkte zu kaufen gibt, was ich ja immer sehr lobens- und unterstützenswert finde. Meine Neugier war natürlich sofort geweckt und so hab ich mich mal schlau gemacht.

Gelbweizen ist eine alte Getreidesorte die heutzutage fast nicht mehr angebaut wird. Unser Weizen ist inzwischen so verändert und neu gezüchtet, das es kaum noch Urformen gibt.
Glücklicherweise gibt es ein Umdenken und alte Sorten werden vermehrt angebaut und auch von manchem Bäcker wieder genutzt.
Emmer und Einkorn gehört auch zu den alten Sorten. Das findet man immer mal im Bioladen und in gut sortierten Supermärkten.
Aber Gelbweizen…das kannte ich nicht. Nach ein paar Recherchen habe ich herausgefunden, dass dieses Mehl einen hohen Anteil an Carotinoiden besitzt und eine größere Palette an Vitaminen. Besonders viel findet man dazu leider nicht.
Das Mehl hat tatsächlich eine leichte Gelbfärbung, da der Getreidekörper gelb ist. Auch das Gebäck bleibt leicht gelb.

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Und schmeckt das jetzt auch anders? Ja! Es hat tatsächlich einen anderen Geschmack. Schwer zu beschreiben, aber es ist unglaublich lecker! Während ein einfaches Weizenbrötchen ja durchaus eher langweilig schmecken kann, ist der Gelbweizen eine echte Geschmacksexplosion.
Warum jetzt das Ganze? Grundsätzlich bin ich für Regionalität. Kurze Transportwege, wenig Verpackung und ich finde es toll, wenn nicht alles verfälscht und hochgezüchtet ist. Warum sollen alte Sorten schlecht sein? Was leidet letzten Endes unter der Massenproduktion und dem ganzen hochgezüchtetem Zeug. In erster Linie der Geschmack. Alles schmeckt gleich fad. Und in zweiter Linie die gesunden Inhaltstoffe.
Ich will kein Brötchen mit unzähligen Enzymen darin, nur damit es immer gleich aussieht. Ich will auch keine Tomate die nach Wasser schmeckt! Und ich brauche keine Gurke die gerade wie ein Lineal ist. Wieviel Lebensmittel werden dem Erdboden gleich gemacht, nur weil sie nicht der EU-Norm entsprechen? Das muss endlich ein Ende finden!!!
So, nun habe ich mal meine Meinung gesagt!
Bei der Entdeckung des Gelbweizenmehls habe ich gesehen, das dieses tatsächlich direkt bei uns angebaut wird. Ich bin begeistert!!! Da muss ich ja sofort zuschlagen und das ausprobieren.
Nun aber endlich zum Rezept.
Es ist ein sehr einfacher Teig ohne viel Schnickschnack. Ich habe ihn am Abend vorbereitet, in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Morgen die Brötchen gebacken. Bis ihr zum Bäcker gelaufen seid, sind diese auch schon fertig. Die Backzeit kann man zum duschen, Tisch decken oder sonstigem nutzen. Keine Ausrede von wegen „Das ist mir zu aufwendig und dauert zu lange.“

Zutaten:

400 g Gelbweizenmehl (wer das nicht findet oder kaufen mag, kann auch normales nehmen)
100 g Müsli oder gemischte Flocken (ohne Zuckerzusatz!)
1/2 Würfel Hefe
3 El Wasser
1 Tl Agavendicksaft oder Honig
1 Tl Salz
200- 250 ml warmes Wasser
optional Haferkleie, Saaten, Sesam….als Topping

Zubereitung:

Die Hefe mit den 3 El Wasser und der Süße verrühren.
Alle übrigen Zutaten in eine Schüssel geben, vom Wasser erstmal nur einen Teil. Dann das Hefewasser zugeben.
Mit einer Küchenmaschine oder mit der Hand zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ist er zu fest oder trocken, noch etwas Wasser zufügen.
Eine Schüssel bemehlen oder etwas Öl hineingeben, den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel geben, darüber Mehl oder Öl und abgedeckt erstmal eine halbe Stunde stehen lassen. Ist es nicht zu warm, könnt ihr ihn auch über Nacht stehen lassen, ansonsten in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen.
Den Teig in 8 etwa gleich große Stücke teilen. Ihr solltet sie wiegen, damit nicht alle Brötchen unterschiedlich groß sind und unterschiedliche Backzeit haben.
Etwa 95 g sollten sie haben.
Die Teiglinge zu einer Kugel formen. Wer mag mit etwas Wasser bestreichen und in Haferkleie, Saaten, Sesam oder sonstigem wälzen.
In der Mitte einen Schnitt machen.
Die Brötchen auf ein Backblech geben und in den kalten Backofen schieben.
Auf 200°C Ober-/ Unterhitze schalten, ein Gefäß mit Wasser auf den Boden stellen und nach erreichen der Temperatur etwa 20 Minuten backen.
Mein Ofen hat eine Klimagarfunktion mit Dampfstoß, das geht natürlich auch.

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Das ist doch morgens machbar, oder? Ich backe auch nicht jedes Wochenende unsere Brötchen selber. Aber doch öfter und wir alle sollten umdenken zu meinen oben genannten Punkten. Findet ihr nicht? Was ist eure Meinung dazu?

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Habt eine schöne Zeit! Und probiert doch mal mein Rezept.

3 Antworten auf „Müslibrötchen mit Gelbweizenmehl und ein Statement zum Umdenken bei Nahrungsmitteln

  1. Hi Antje,
    oh, dieses Mehl kannte ich auch noch nicht. Da werde ich in Zukunft mal die Augen danach offen halten beim Einkaufen. Die Brötchen sehen auch super lecker aus – sobald ich das Mehl gefunden habe werde ich die auch mal ausprobieren. Vielen Dank für´s Rezept! 😍

    PS: Problem mit den Kommentaren auf meiner Seite ist behoben – vielen Dank nochmal für deinen Hinweis! 🙏
    Liebe Grüße
    Kristina

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    1. Hi Kristina,
      das denke ich, das dieses Mehl interessant für dich ist 🙂 Es gibt sogar noch Rotweizenmehl, das werde ich auch mal ausprobieren. Lass es mich wissen wenn du es findest, das interessiert mich!
      Freut mich, das deine Kommentarfunktion wieder geht. Dann werde ich mich bestimmt auch mal melden 🙂

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