Eistörtchen oder Mirror Glace

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Eistörtchen mit Beeren, die perfekte Erfrischung im Sommer. Ein Dessert das sich sehr gut vorbereiten lässt und einen Gastgeber am Tag der Einladung nicht in Stress versetzt. Im Prinzip lässt es sich Tage, ja sogar Wochen vorher zubereiten. Dafür braucht es dann zwar einige Arbeitsschritte, der Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen. Dennoch optisch ein Highlight und geschmacklich unübertroffen.

Wichtig für dieses Rezept ist die Silikonform, die braucht man unbedingt. Hier zeige ich euch mal meine.

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Die Silikonform ist wichtig, damit wir die Törtchen nach dem gefrieren auch wieder unfallfrei aus der Form bekommen. Es gibt natürlich ganz viele unterschiedliche Varianten, meine dient hier nur als Beispiel.
Außerdem braucht ihr noch eine kleinere Form, z.B. für Eiswürfel.
Die Törtchen setzen sich aus vier Elementen zusammen. Ein Kuchenboden (ich habe einen Blondie gebacken), einen Fruchtkern (bei mir Lemon Curd) und zwei verschiedenen Cremes.
Wer sich für die Mirror Glace Variante entscheidet, benötigt diesen natürlich auch noch. Der wird dann erst vor dem servieren benötigt.

Zutaten für den Blondie:

50 g weiße Schokokuvertüre
50 g Butter
60 g Zucker
1 Ei
60 g Mehl
1 Tl Backpulver

Zubereitung:

Die Schokolade grob hacken und zusammen mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen.
Den Zucker unter die geschmolzene Masse rühren und etwas abkühlen lassen.
Dann das Ei zufügen, gut unterrühren, danach das Mehl mit dem Backpulver.
Die Masse in eine eckigen Form oder einen Backrahmen füllen und bei 180°C Ober- /Unterhitze im vorgeheizten Backofen etwa 30- 35 Minuten backen.
Der Teig sollte nicht zu hoch sein, da er nur als Boden dient und der Cremeanteil deutlich höher sein sollte.
Den Kuchen danach komplett auskühlen lassen.

Zutaten für den Kern aus Lemon Curd:

100 ml Zitronensaft (ca. 2 Zitronen)
Abrieb von  2 Zitrone
100 g Zucker
1 Tl Stärke
2 Eier

Zubereitung des Lemon Curds:

Alle Zutaten in einen Topf geben und gut vermischen. Bei geringer Hitze unter ständigem rühren langsam erhitzen. Auf keinen Fall zu heiß werden lassen, sonst gerinnt das Ei! Immer rühren und nur allmählich die Hitze etwas hoch stellen. Maximal auf die mittlere Einstellung eures Herdes. Die Masse dickt allmählich zu einer puddingähnlichen Konsistenz ein, dann ist sie fertig. Durch ein Sieb streichen und abkühlen lassen.
Ist die Masse kalt, wird sie in die Eiswürfelbehälter gefüllt und eingefroren.

Zutaten für die Cremes:

100 g Mascarpone
100 g Magerquark
200 g Sahne
100 g gefrorene Himbeeren (frische gehen auch)
1 EL gefriergetrocknete Beeren (ich hatte Brombeeren)
etwa 1 EL Puderzucker je nach Süße der Himbeeren
4-5 TL SanApart

Zubereitung der Cremes:

Die gefrorenen Himbeeren in einem Topf leicht köcheln lassen. Immer wieder umrühren. Es sollte recht wenig Flüssigkeit übrig bleiben. Mit dem Puderzucker je nach Geschmack süßen. Die Beeren durch ein Sieb streichen, damit die Kerne entfernt werden, dann die Beeren abkühlen lassen.
Den Magerquark mit dem Handrührgerät cremig rühren, 100 ml Sahne zugeben und mit 2-3 Tl SanApart steif schlagen. In diese Creme die gefriergetrockneten Beeren zugeben.

Mit der Mascarpone und den restlichen 100 ml Sahne ebenso verfahren, hier werden die Himbeeren untergehoben.

Die Cremes am besten erstmal in den Kühlschrank stellen und dann wird zusammen gebaut.

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Zuerst wird die Creme mit den gefrorenen Himbeeren in die Formen gefüllt. Schaut das sie wirklich gut in der Form verteilt ist, damit keine Luftblasen bleiben. Das funktioniert am besten mit einem Spritzbeutel.

In diese Creme kommt der Lemon Curd Eiswürfel.

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Als zweite Schicht kommt die Creme mit den gefriergetrockneten Beeren. Auch diese am besten mit einem Spritzbeutel einfüllen.
Jetzt wird noch der Boden aufgesetzt. Aus dem Blondie mit einem entsprechend großen Glas oder einer Form einen Kreis ausstechen und oben auf die Creme setzen.
Nun muss das Ganze für mindestens 4 Stunden in den Gefrierschrank.

Dieses Dessert lässt sich in jeder anderen Silikonform zubereiten, auch als eine größere Torte. Eventuell müsst ihr die Mengen anpassen.

Wenn ihr den Mirror Glace Effekt wollt, ist es wichtig das die Törtchen eiskalt sind.
Ich wollte das erstmal ausprobieren und hab daher zum Fertigprodukt gegriffen, was normalerweise nicht meine Art ist. Das findet ihr im gut sortierten Supermarkt.
Das Pulver wird in warme Milch eingerührt, durch ein Sieb gestrichen um Luftblasen und Klümpchen zu entfernen. Wenn es abgekühlt ist, wird es über die Törtchen gegossen.
Diese noch etwa eine halbe Stunde stehen lassen, damit sie auftauen.
Meine ehrliche Meinung…ich brauch es nicht. Der Glace wird mit Gelatine gemacht, davon bin ich eh kein Fan.

Wer die Törtchen ohne Glace möchte, einfach aus den Formen drücken, etwa eine halbe Stunde auftauen lassen und genießen.

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Ja, es ist etwas zeitaufwändig. Aber es lohnt sich!!! Die meiste Zeit braucht eigentlich die Kühlung und das geht ja von alleine 😉

Wünsche einen sommerlichen Genuss 🙂

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